152. Reisetag
7979 Kilometer
Vor uns verschwindet ein blauer Pickup im aufgewirbelten Sand – eine Windhose zieht über die Straße und lässt uns die Luft anhalten und die Augen zukneifen. Wir sind in einer unwirklichen Gegend angekommen. Im Dreiländereck (Afghanistan, Turkmenistan, Iran) gehen die Ausläufer des Hindukusch in die Wüste Karakum über und wir können erahnen, was uns die nächsten Tage auf dem Rad erwarten wird. Doch zunächst genießen wir die Ausblicke, von den niedriger werdenden Bergen, über die sandige und doch farbenfrohe Landschaft.
In Gonbadli einer ehemaligen Karawanserei, 30 km vor der Grenzstadt Sarakhs, werden wir von drei Radbegeisterten Iranern mit gefrorenem Wasser empfangen. Einer der Drei hatte gestern mit dem Auto neben uns gehalten und uns zum Essen in Sarakhs eingeladen. Was liegt da näher, als den beiden Radreisenden mit seinem Freunden entgegen zu pedalten und sie zum Hotel zu eskortieren? Auch wenn die Chancen etwas ungleich waren, kamen doch irgendwann alle wieder in Sarakhs an. Am Abend kam unser Bekannter dann mit Frau, Familie und englisch sprechendem Freund zum Essen in unser Hotel. Für uns ein schöner Abend kurz vor unserer Ausreise, an dem wir liebe Menschen trafen, die beweisen, dass iranische Frauen auch mit Hijab und Mantel durchaus ernstzunehmende Radtouren (Sarakhs – Teheran) unternehmen können –Danke für alles.
Für die tapfersten Blogleser unter Euch habe wir wieder eine, viel zu lange, Iran – Zusammenfassung eingestellt – also allen die mögen viel Spaß beim Lesen.

Viel Spass euch beiden. Ich verfolge euren Blog seit eurer Abfahrt und bin sehr oft neidisch. Ihr macht den Trip eures Lebens
Dann wünsche ich euch viel Glück und nicht zu sandige Unterkünfte bei eurer Wüstenwoche!