Buchara / Usbekistan
161. Reisetag
8507 Kilometer
Um 850 nach Chr. war Buchara, mit seinen damals 300.000 Einwohnern (heute 235.000), eine der größten Städte der Welt und der Treffpunkt für den Austausch von Handwerk, Handel und Wissen an der Seidenstraße. Für uns ist es die Stadt, in der wir uns von den harten Wüstentagen erholen wollen und seit langem ein Ort, an dem wir Europäer treffen. Zwar ist der August für Reisende in Zentralasien absolute Nebensaison (zu große Hitze), doch so viel touristische Infrastruktur haben wir seit Göreme (Kappadokien / Türkei) nicht mehr erlebt.
Als wir bei unserer Einfahrt in die Stadt das erste mosaikbesetzte Portal erblicken, bleiben wir beeindruckt in seinem Schatten sitzen. Doch es folgen bei der Weiterfahrt so viele Portale, Kuppeln und Mauern, dass wir überfordert einfach nur noch nach einer Unterkunft suchen (die gesamte Innenstand ist seit 1993 UNESCO Welterbe). In einem Labyrinth aus schmalen, holperigen Gassen, durch die kein Auto passt, verlieren wir die Orientierung und verirren uns in einen ruhigen Innenhof eines jüdischen Hauses, dass heute ein kleines Hotel beherbergt. Wenig später sitzen wir in einem kleinen gepflegten Raum und stellen die Klimaanlage auf 26°C – was für eine Erholung.
Heute treiben wir noch zu Fuß durch die ockerfarbenen Mauern der Oase, bestaunen Karawansereien, Basare und Moschen, um uns Morgen wieder auf die Seidenstrasse in Richtung Osten zu verabschieden.

Ich verneige mich vor eurer Leistung in der Wüste.


Und dann gleich die Super-Turkmenistan-Zusammenfassung!
Die Mütze finde ich ansonsten todschick
Ich wünsche euch weiter alles Gute.
Martin