Siem Reap / Kambodscha
332.Reisetag
16.548 Kilometer
Brandgeruch dringt in unsere Nasen. Die abgeholzten, weiten Flächen hinter dem Grenzübergang Laos/ Kambodscha brennen noch an einigen Stellen. Nur wenige, größere Bäume stehen in der leicht welligen Landschaft. Am Rande der nahezu leeren Straße warnen uns überall Schilder vor Minen – wo sollen wir hier pausieren oder gar zelten? – Wir radeln bis in die nächste Ortschaft und suchen uns eine Unterkunft.
Am Morgen wird der Brandgeruch beißender; es ist viel Kunststoff, der hier am Ortsrand allmorgendlich mit anderem Müll in Brand gesetzt wird. Doch der leichte Wind über dem Mekong trägt den Ruß davon, während wir durch eine Reihe, muslimisch geprägter, Dörfer pedalen. Doch bald durchmischen sich die Konfessionen – im abendlichen Guesthouse versichert uns der Hausherr, dass wir in einem christlichen Haus schlafen würden. Später stellt sich heraus, dass er selbst lieber der Lehre Buddhas folgt und zudem die Geister der Umgebung befragt; aber für ein Haus, so versichert er uns, sei es gut, wenn es christlich wäre – er hat über der Tür ein Kreuz montiert.
Weiter durch Reisfelder; der Wind schiebt und wir kommen gut voran. Die kleinen Dörfer bestehen aus Holzhütten auf Stelzen. Wer Geld hat, deckt sein Dach mit Ziegeln, ansonsten schützen Palmenblätter vor Sonne und Regen. Auf Ochsenkarren werden die Leihbatterien für die abendliche Beleuchtung ausgefahren. Nach dem Batteriekarren folgt der Karren mit den Eisblöcken. Sie kühlen die Cola -Dosen, die pünktlich zur Mittagspause irgendwo in einer Eistruhe am Straßenrand auf uns warten.
Heute haben wir die Touristenhochburg Siem Reap erreicht. Ab Morgen wollen wir das größte, sakrale Bauwerk der Welt, die Tempel von Angkor Wat, bestaunen.

Hallo Ihr Beiden,
das sind wiedermal wunderschöne Bilder. Ich war ja auch erst im letzten Dezember in Kambodscha unterwegs. Vielleicht seht ihr ja noch einige Reifenspuren von mir
Ein schönes Land und freundliche Menschen. Genießt die Atmosphäre. Viel Spass in den Tempeln von Angkor. Das lohnt sich wirklich.
Die Bootsfahrt nach Battambang an den schwimmenden Dörfern vorbei, kann ich auch sehr empfehlen.
Viele Grüße aus dem verschneiten Erzgebirge