Hanoi / Vietnam
294. Reisetag
14.819 Kilometer
Vietnam empfängt uns mit neuen und fast vergessenen Klängen.
Vier Kinder stehen hinter unseren Rädern, als wir unser Zelt auf einer Wiese nahe eines Dorfes aufbauen. Interessiert beobachten sie uns, wahren aber schüchtern Abstand und flüstern sich ihre neuen Erkenntnisse, über die beiden merkwürdig aussehenden Radfahrer, nur leise zu.
Vietnamesisch klingt in unseren Ohren sehr fremd. Als mir am späteren Abend eine ältere Schwester der Vier, die ein paar Worte Englisch spricht, dass Aufsagen von Zahlen beibringen möchte, scheitere ich. In einem Wort mit drei Buchstaben soll ich meine Stimme heben, senken, verschlucken und hopsen lassen – neben der zarten Vietnamesin, mit dem Geschick für Betonungen, komme ich mir sehr ungeschickt vor, aber es gelingt mir auch nach diversen Versuchen nicht, die richtigen Laute zu formen. Zwar hören sich die Worte für mich identisch an, aber am kichern der kleine Geschwister höre ich, dass ich noch viel üben müsste!
Töne, die wir seit vielen Monaten nicht mehr hörten – am nächsten Tag sitzen wir in der Pause auf einer Wasserbüffelweide und schauen dem Roten Fluß beim fließen zu, als aus zwei Richtungen Glockengeläut zu uns über die Felder getragen wird. Die meisten Vietnamesen sind Buddhisten, doch die französische Vergangenheit hat Spuren hinterlassen, wir kommen an einigen Kirchen vorbei und auch Baguette kauft man hier ganz selbstverständlich am Straßenrand.
Und später ein drittes Geräusch – wie ein wabernder Traum dringen die Klänge vietnamesischer Musik in unser dunkles Zelt. Es ist fünf Uhr früh, in Deutschland ist heute der vierte Advent, unser Zelt steht auf einem kleinen Flecken Gras, zwischen zwei hoch bewachsenen Maisfeldern, die Sonne wird erst in einer Stunde aufgehen. Doch Vietnam erwacht kollektiv – die umliegenden Dörfer werden erst mit Musik und später mit Reden beschallt. Wir dösen noch ein wenig im Klang der Fremde. Erst als wir um sieben Uhr unser Frühstück beenden, übernimmt der Süd-Ost Asiatische Alltagslärm die Dörfer, die Fremdbeschallung endet.
Heute lauschen wir Hanoi. Auch hier ist das Leben geräuschvoll, doch davon später. Wir nehmen uns Jahresendurlaub von unserer Reise. Werden in zwei Tagen Besuch vom Flughafen holen und unsere Fahrräder für ein paar Tage Ruhe gönnen.
Unter Route/Archiv findet sich ab sofort die China Zusammenfassung.

Liebe Kommentatoren,
wir haben uns sehr gefreut, dass wir so viel freundliche Rückmeldung, Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Euch bekommen haben. Wir freuen uns, wenn Ihr auch 2012 wieder mit uns „auf dem Sattel sitzt“!
Es grüßen Andreas und Johanna
Vom sonnigen Niederrhein sende
ich euch herzliche Weihnachtsgrüße, einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Vor allem aber Gesundheit und “immer Luft in den Reifen” für eure grandiose,
abenteuerliche “Welttour”.
Ich möchte mich bei euch bedanken für die spannenden Reiseberichte und die tollen Fotos aus
einer fernen Welt.
Beste Grüße
Eberhard
Weihnachtliche Grüße aus Hamburg auch von mir!
Malte
Auch hier im Erzgebirge ist das Wetter mit 7°C überhaupt nicht weihnachtlich. Ihr habt es bestimmt noch wärmer.
Ich wünsche Euch einen schönen Jahresendurlaub und für das neue Jahr ein gute Weiterreise und viele neue, spannende Erlebnisse.
Ich werde eure schönen Berichte weiterhin mit Interesse verfolgen
Viele Grüße
Sebastian
Heute ist Heiligabend. In Bremen gab es in der letzten Nacht einen heftigen Sturm und viel Regen. Also so gar kein Weihnachtswetter. Euren letzten Beitrag habe ich gerade der Familie beim Frühstück vorgelesen. Wie immer wenn ihr schreibt, sind wir eine zeitlang weit weg….
Viele Grüße und weiterhin eine spannende Zeit wünschen Euch
Ben-Luis, Ellen und Peter
Frohe Weihnachten in Hanoi. Grüßt mir ja die “Türme von Hanoi”
Viele Grüße
Dennis
Ich wünsche euch einen geruhsamen “Jahresendurlaub”.
Beste Grüße aus Hamburg
Martin