Bulgarien

Republik Bulgarien / Republika Bălgarija
Fläche (Weltrang: 101) 110 994 Quadratkilometer
Einwohner: 7 740 000 = 70 je Quadratkilometer
Hauptstadt: Sofia
29. April – 04. Mai 2011
Von Silistra zum Schwarzen Meer und über Varna und Burgas zur Türkischengrenze in Malko Tirnovo
Etwa 370 Kilometer
Mit Überschreitung der Donau bei Silistra sind wir noch etwa zwei Tagesetappen vom Schwarzen Meer entfernt. Trotz schlechten Wetters und Gegenwind erreichen wir schnell Varna und damit endlich die bulgarische Küste.
Zwar ist die Küste als Ziel für Urlauber bekannt, doch auch Anfang Mai hat hier leider noch kein Campingplatz geöffnet, so dass es statt Dusche und WC wieder den Wassersack und Spatengang gibt.
Entlang der Küste gibt es nur wenige Straßen, die dann entsprechend stark frequentiert sind. Der Belag ist oftmals in einem schlechten Zustand. Schlaglöcher erfordern hohe Konzentration und ein Ausweichen, welches der Blick in den Rückspiegel allerdings oftmals als lebensgefährlich erscheinen lässt. Obwohl diese Straßen in der Regel die einzige Verbindung darstellen, sind sie laut Beschilderung für Fahrräder, Fußgänger und Pferdefuhrwerke verboten. Allerdings verhält es sich mit diesen Verboten wie mit vielen anderen Verkehrsregeln auf dem Balkan – Sie sind lediglich als eine Art Anregung zu verstehen. Im täglichen Kampf auf den Straßen ist jeder für sich selbst verantwortlich.
Unsere Fahrt durch Bulgarien bedeutete auch zeitgleich den Abschied vom Radeln im flachen Land. Lange Bergauf- und rasante Talfahrten anstelle von Touren über weite, ebene Strecken.
Was uns sonst so aufgefallen ist:
- Abseits der touristischen Zentren sehr freundliche, neugierige Menschen.
- Auf unserer Strecke treffen wir kaum Fahrradfahrer. Und wir können das Radeln hier auch nicht wirklich empfehlen.
- Auch bulgarische Autofahrer hupen Gerne und viel.
- Im Land fahren viele „dicke Prollautos“ und SUV´s mit Niederquerschnitts-Reifen, statt der eigentlich notwendigen Geländefahrzeugen.
- Im Vgl. zu Rumänien sind weniger wilde, angriffslustige Hunde unterwegs. Stattdessen greifen einen eher die vierrädrigen Verkehrsteilnehmer an.
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