Laos

flagge-laosDemokratische Volksrepublik Laos / Sathanalat Paxathipatai Paxaxôn Südost-Asien

Fläche: (Weltrang: 81): 236 800 Quadratkilometer

Einwohner: 5 924 000 = 25 je Quadratkilomer

Hauptstadt Viangchan (Vientiane)

Reisezeit und Route:

770 Kilometer haben wir zwischen dem 09.01.2012 und dem 21.01.2012 auf Laos Straßen zurückgelegt. In Kaew Neua sind wir von Vietnam eingereist und über unbefestigte Straßen zum Mekong geradelt. Der Straße 13 folgend sind wir in Voen Kham nach Kambodscha ausgereist.

Wetter:

Sonne und Temperaturen um die 30°C haben einen „Sommerurlaub“ aus der Tour am Mekong gemacht. Nur am letzten Tag regnete es, bis wir mittags die kambodschanische Grenze erreichten.

Sprache und Verständigung:

In kleinen Ländern sprechen die Menschen besser Englisch als in großen. Diese Erkenntnis wird auch in Laos bestätigt. Allerdings haben die Laoten ihr eigenes Alphabet, welches aus der indischen Brahmi-Schrift entwickelt ist (siehe auch Wikipedia).  Glücklicherweise sind viele Schilder zweisprachig, so dass man die schönen, fremden Zeichen einfach bewundern kann und nicht verstehen muss.

Straße und Verkehr:

Die Straße 13, die Hauptverkehrsader durchs Land ist asphaltiert. Meistens hat man die breite Straße für sich allein, nur wenige Roller und zu Bussen umgebaute Pritschenwagen schaukeln gemütlich an einem vorbei – Laoten lassen sich auch auf den Straßen nicht zur Schnelligkeit verleiten.

Sobald man die 13 verlässt, radelt man meist auf roter Erde. Zwar staubt man meist völlig ein, kommt aber dennoch oft recht gut voran.

Tiere:

Tiger, Leoparden, Affen und Elefanten; all diese Tiere sind in Laos heimisch. Gesehen haben wir allerdings hauptsächlich Ameisen und Frösche –auf unseren ersten Elefanten müssen wir wohl noch etwas warten.

Tiere essen:

Die Laoten selbst essen im Gegensatz zu den Vietnamesen und Chinesen keine Hunde. Dennoch begegneten uns, mit quiekenden Hunden vollgestopfte, Tiertransporter. Sie waren auf dem Weg nach Vietnam.

Durch die buddhistisch gefärbte Religiosität im Land, gibt es für Jeden, der auch Schweine und Kühe nicht mehr quieken hören möchte, eine große Auswahl an vegetarischen Gerichten.

Kriegsmüll und „schwarz Zelten“:

Um die Versorgungswege der Vietkong zu behindern, haben die USA im Vietnamkrieg Tonnenweise „Bombies“ über Laos abgeworfen. Noch immer sterben Menschen an diesem Erbe; im Grenzgebiet den Weg zu verlassen ist auch 37 Jahr nach Kriegsende unter Umständen tödlich. (Div. Länder beteiligen sich finanziell an den Räumungsaktionen; die USA nicht!)

Dennoch haben wir in dem landwirtschaftlich geprägten Land immer schnell einen Platz für unsere portablen „vier Wände“ gefunden. Weideflächen, brachliegende Felder oder Pausenplätze am Feldrand gibt es in Laos zuhauf.

Reisen in der laotischen Gesellschaft:

6,8 Millionen Menschen leben in der „Demokratischen Volksrepublik Laos“. Die Autokratie wird seit 1975 von der Einheitspartei „Laotische Revolutionäre Volkspartei“ regiert (siehe Wikipedia). Laos gehört zu den wirklich armen Ländern; 34% der Bevölkerung mussten 2008 mit weniger als 1,25$ am Tag auskommen (siehe BMZ), 73% der Erwachsenen Laoten galten 2010 als Analphabeten (siehe GIZ). Dennoch spüren wir im Land keinen Groll, keine äußerliche Unzufriedenheit. Kinder betteln uns nicht an, winken und grüßen freundlich aber zurückhaltend. Wir radeln an vielen Feiern und gut gelaunten Menschen vorüber – oft hört man laotische Musik; Laos strahlt eine freundlich, fröhliche Ruhe aus.

Uns hat der Aufenthalt im Land sehr gefallen.

Ganz anders als beim großen Nachbarn China:

Wer einen Laden, ein Hotel oder den örtlichen Frisör betritt, zieht Schuhe aus, grüßt freundlich mit vor der Brust aneinander gelegten Handflächen und wartet zurückhaltend ab. Anderenfalls outet man sich als unsensibler Tourist und wird verwundert betrachtet.

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