Rumänien

Rumänien / Românîa
Fläche (Weltrang: 80): 238 391 Quadratkilometer
Einwohner: 21 634 000 = 91 je Quadratkilometer
Hauptstadt: Bukarest
21. – 29. April 2011
Von Drobeta-Turnu-Severin bis Calarasi
Etwa 630 Kilometer
Etwa 630km sind wir der Dunarea (Donau) durch die Walachei gefolgt. Der Süden dieses großen Landes ist schön, aber nach spätestens zwei Tagen kennt man die Aussichten über den Lenker. Die Dörfer und Felder bieten einen immer wieder gleichen Eindruck.
7 Tage haben wir in dem meist flachem Land mit dem Ostwind gekämpft und sind dabei über teils sehr löchrige Straßen geschlingert. Dafür haben wir uns nach Serbien vom Autoverkehr erholen können. Wenige Fahrzeuge sind von Dorf zu Dorf unterwegs und oft sind wir es die, welche die langsamen Pferdekarren überholen. Auch der permanente, dieselstinkende Windstoß der Serbischen Busse ist hier nicht zu spüren. Die Menschen scheinen hauptsächlich vom Dorf zu den nahen Feldern zu pendeln.
Am Straßenrand gibt es unzählige Brunnen an denen man sein Gesicht, mit dem selbst gehobenen Wasser, waschen kann. Ansonsten bleibt uns eigentlich nur die Donau anstatt Dusche. Bis auf einen Campingplatz gab es auf unserer Route keine touristische Infrastruktur. Wer kein Zelt und keinen Kocher bei sich hat, kann hier nicht reisen.
Was wir noch gesehen haben in kürze:
- An der Donau ist der Boden oft sandig. Daher gibt es hier viel Weideland, auf denen die Schäfer umherziehen.
- In den Dörfern werden wir von winkenden und grüßenden Menschen empfangen; kaum ein Kind hält nicht seine Hand zum Abklatschen bereit.
- Rumänien ist das erste Land in dem der Donauradweg, bzw. der E 6 gar nicht ausgeschildert ist.
- Rumänische Hunde sind besser als ihr Ruf. Nur die wenigsten wollen einem an die Waden, die allermeisten sitzen bettelnd und unterwürfig am Straßenrand.
- Vielerorts trifft man auf Roma. Im Land haben sie einen schlechten Ruf. Wir fanden es schwierig mit bettelnden Kindern und betrunkenen Männern vor den kleinen Dorfläden umzugehen, und haben unsere Pausen auf andere Plätze verlegt. Eines haben wir von einem Roma mit deutschem Führerschein allerdings gelernt: „in Deutschland bekommt man für jede Stunde, die man nicht arbeitet einen Euro“ –schade, daß wir das nicht schon früher gewusst haben.
- Die Müllentsorgung findet vieler Orts noch dezentral statt. Das bedeutet, Jeder verbrennt seine PET-Flaschen selber am Straßenrand – der Geruch von schwelendem Kunststoffs liegt über vielen Straßen und nun tief in unserer Nase.
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